Neurodermitis (Endogenes Ekzem)

Bei der Neurodermitis handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Haut mit einer Störung der Talgproduktion und Fettspeicherungsfähigkeit der obersten Hautzellen, die zur Austrocknung der Haut führt. Die ausgetrocknete Haut wird spröde und rissig und verliert ihre Funktion als Schutzbarriere: Bakterien, Viren, Pilze und Allergene können in die Haut eindringen und verursachen Entzündungen. Die entzündete Haut ist rot, schuppt, und bildet evt. kleine Knoten mit erheblichem Juckreiz. Um den Juckreiz zu stillen wird gekratzt und die Haut damit noch mehr verletzt. Ein Teufelskreislauf entsteht: Hauttrockenheit, Entzündung, Juckreiz, Kratzen, zunehmende Verletzung und Entzündung mit zunehmendem Juckreiz.
Eine Vorhersage für den Verlauf der Neurodermitis kann nicht gegeben werden. Die Stärke und das Muster der Hautveränderungen zeigen sehr starke individuelle Schwankungen, die von Zeiten der Verschlechterung, aber auch Erscheinungsfreiheit reichen. Der schlimme Hautzustand von Säuglingen bessert sich häufig bis zur Einschulung. Das Risiko für Rückfälle im Jugend- oder Erwachsenenalter bleibt jedoch hoch.

Die Neurodermitis wird vererbt und gehört zusammen mit dem allergischen Asthma bronchiale und dem Heuschnupfen zu den Erkrankungen des Atopischen Formenkreises. Ihre Häufigkeit hat in den letzten zwei Jahrzehnten stark zugenommen. In Deutschland sind circa drei Millionen Menschen von der Neurodermitis betroffen.


Behandlung von Neurodermitis

Die Neurodermitis wird mit der UV-Phototherapie behandelt, eine Therapieform, die auch bei vielen anderen Hautkrankheiten eingesetzt wird, wie bspw. bei der Behandlung von Schuppenflechte, starkem Juckreiz, Niereninsuffizienz und chronischen Ekzemen.
Die UV-Isodosen-Therapie, die mittlerweile in zahlreichen Universitäts-Hautkliniken und in unserer Facharztpraxis angewendet wird, wurde eingeführt, um sowohl akute Überdosierungen als auch zu hohe kumulative UV-Dosen zu vermeiden. Nach Vermessung des Patienten werden die Daten in einen Computer eingegeben, um dieUV-Behandlungsanlage zu steuern während des Bestrahlungsvorganges.
Zu Beginn jeder Phototherapie erfolgt die für jeden Patienten individuelle Bestimmung des Hauttyps und ggf. der minimalen Erythemdosis (MED) durch Lichttestung. Diese Dosis wird dann unter kontinuierlicher, computerkontrollierter Steigerung über einige Wochen bis zur Abheilung 3-5mal wöchentlich bestrahlt.

In unserer Facharztpraxis stehen sämtliche Lichtquellen aus dem UV-B, dem UV-A und solche mit einer Mischung aus beiden Bereichen zur Verfügung.

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Dr. Gerecht bei Dr. med. K. Gerecht bei jameda

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