Schuppenflechte (Psoriasis)

Eine häufig anzutreffende Hauterkrankung ist die Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris). Hierbei handelt es sich um eine vererbte entzündliche Erkrankung, bei der in den befallenen Arealen die Zellteilung stark beschleunigt ist. Der mehrfach gesteigerte Zellzyklus führt unter anderem zu Verhornungsstörungen der Zellen. Dies äußert sich sichtbar in scharf begrenzten Herden mit entzündlicher Rötung und der typischen silberglänzenden Schuppung.
Auslösend spielen verschiedene Ursachen eine Rolle. Insbesondere ist von einer genetischen Disposition auszugehen, da die Psoriasis familiär gehäuft auftritt. Zu der Disposition kommen dann verschiedene innere sowie äußere Faktoren, die einen Krankheitsausbruch auslösen können. Dies erklärt, warum die Erkrankung von klein auf bis ins hohe Greisenalter auftritt.
Klinisch unterscheidet man vor allem die chronisch stationäre (ausgedehnte, lange bestehende Placken) von der akut exanthematischen (kleinfleckigen) Form.
Bei der exanthematischen Form sind oft bakterielle Infekte (Mandelentzündung z.B.), allergische Reaktionen sowie Impfungen als Auslöser eruierbar sind. Bei dieser Form kann daher eine Behandlung der entzündlichen Ursache zur Abheilung führen.


Behandlung von Schuppenflechte

Bei der Therapie sind, soweit möglich, die äußeren Behandlungsformen zu bevorzugen, da die Nebenwirkungen in aller Regel geringer sind als bei systemischen Therapien.

Als eines der bewährtesten Lokaltherapeutika ist Dithranol (Cignolin) zu nennen, welches in Vaseline beziehungsweise Zinkpaste eingearbeitet in aufsteigenden Konzentrationen über eine entzündliche Reizung zu einer Abheilung führt. Auch Teerpräparate werden breit eingesetzt. Hier ist vor allem der Steinkohlenteer (Liquor carbonis detergens) zu nennen. Diese Produkte zeigen insbesondere am behaarten Kopf eine gute Wirksamkeit. Seit 1950 haben Kortikosteroide in der Lokaltherapie der Psoriasis die Behandlung erleichtert. Hierunter zeigen sich oft kurzfristig beeindruckende Befundbesserungen, die aber in einigen Fällen nicht lange über das Therapieende anhalten.

Deutlich bessere Erfolge wurden bei Therapien am Toten Meer erzielt, wo neben den Bestrahlungen zusätzlich noch Bäder im Meerwasser erfolgen. Allerdings ist die Zahl der Aufenthalte am Toten Meer vor allem durch die Kosten begrenzt. Es gilt also die Vorteile des Toten Meeres in eine Therapie vor Ort umzusetzen, ohne die Nachteile berücksichtigen zu müssen. Hieraus entstand die ambulante Balneo-Photo-Therapie. Hierbei erhalten die Patienten ein Bad von 15-20 Minuten Dauer in einer Solelösung. Unmittelbar nach dem Bad erfolgt eine Phototherapie, wobei vor allem der UVB-Anteil den intensivsten Effekt zeigt.
Diese Therapieform wird jedoch nur von Beihilfen und Privatversicherungen erstattet. Mitgliedern der gesetzlichen Kassen bieten wir diese Leistung als individuelle Gesundheitsleistung zu einem günstigen Preis an.

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