Schweißdrüsenüberfunktion

Die Schweißdrüsenüberproduktion ist relativ weit verbreitet und äußert sich in naßkalten Händen, starkem Achselschweiß und Schweißfüßen, selten auch generalisiertem Schwitzen am ganzen Körper. Häufig ist es den betroffenen Personen sehr unangenehm und das Thema wird unterdrückt. Dadurch ist auch im Allgemeinen nicht bekannt, daß es sehr effektive Behandlungsmethoden gibt, die diese häufig auch privat und beruflich hinderlichen Symptome therapieren. Doch gegen Schweißgeruch kann man etwas tun.


Behandlung von Schweißdrüsenüberfunktion

Man kann die Schweißproduktion durch Behandlung mit Botulinum Toxin A unterdrücken. Botulinum Toxin A ist eine Substanz, die bereits seit Anfang der 80er Jahre erfolgreich in der Augenheilkunde zur Behandlung des Blepharospasmus (krampfhafter Lidschluss) und des Strabismus (Schielen) eingesetzt wird. Diese Substanz ist ein Nervengift, das seit einigen Jahren auch zur Unterbindung übermäßiger Schweißproduktion im Achselbereich und an den Händen eingesetzt wird. Durch zwei Injektionstherapien im Jahr - oft aber auch nur einmal jährlich - kann die Schweißproduktion unterdrückt werden.
Zur Behandlung wird zunächst mit Hilfe eines speziellen Tests die Verteilung der Schweißdrüsen im Achselbereich markiert und dann diese Fläche mit einer dünnen und sehr feinen Nadel an entsprechenden Injektionspunkten behandelt.
Die Wirkung tritt nach 3-5 Tagen ein und hält 4-7 Monate an. Eine Wiederholung ist mehrfach möglich.
Auch an Händen und Füssen lässt sich diese Technik anwenden.

Eine andere Möglichkeit ist die operative Entfernung der Schweißdrüsen. Hierbei werden die Schweißdrüsen mit einer spezielle Kanüle abgesaugt.
Die Operation wird in örtlicher Betäubung durchgeführt, welche das "Brennen" beim Einspritzen der Lösung deutlich reduziert.
Nach Betäubung des Gewebes eine sehr dünne und abgerundete Nadel subcutan eingeführt. Mit Hilfe dieser Nadel werden viele Tunnel ins Gewebe gearbeitet, um eine gleichmäßige Absaugung der Schweißdrüsen zu erreichen. Während der Heilungsphase verkleben diese Tunnel, wodurch sich gleichzeitig die Haut zusammenzieht.

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Dr. Gerecht bei Dr. med. K. Gerecht bei jameda

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