Reisethrombose

Längeres Sitzen auf engem Raum während der Reise verlangsamt den Blutstrom. Sitzkanten und enge Kleidung drücken die Venen ab.
Ohne Bewegung hat es das Blut schwer, aus den Beinen "nach oben" zu fließen. In Bewegung wird dies durch viele Muskeln in Füßen und Beinen ermöglicht. Langes Sitzen macht das Blut langsam. Es können sich kleine Gerinnsel, sog. Thromben, bilden.
Dies gilt unabhängig davon, mit welchem Verkehrsmittel Sie unterwegs sind. Auf Langstreckenflügen ist die Gefahr jedoch besonders groß.
Die auf der Reise entstandenen Gerinnsel lösen sich in vielen Fällen von selbst wieder auf. Ist dies nicht der Fall, kann es passieren, dass der Thrombus die Vene verschließt. Man spricht dann von einer Thrombose: aus der verstopften Vene kann das Blut nicht mehr abfließen. Je größer die betroffene Vene ist, desto schlimmer sind die Auswirkungen.
Die schlimmste Folge der Reisethrombose ist die Lungenembolie. Dabei lösen sich Teile des Thrombus und verstopfen Gefäße in der Lunge mit gelegentlich tödlichem Ausgang.

Besonders gefährdet sind: Menschen aus Familien mit Neigung zu Thrombosen, Frauen, die rauchen und die Pille nehmen, Krampfaderpatienten, Herzkranke, Schwangere, frisch Operierte, starke Raucher, übergewichtige Menschen.


Reisethrombose (Vorbeugung)

Sie können vor und während der Reise aktiv etwas für Ihre Gesundheit tun.
Wenn Sie folgende Maßnahmen ergreifen, können Sie das Risiko minimieren:

  1. Tragen Sie Reisestrümpfe (d.h. echte Kompressionsstrümpfe, keine sogenannten "Stützstrümpfe").
  2. Vermeiden Sie während der Reise die Beine zu überschlagen.
  3. Machen Sie alle 30 Minuten Venengymnastik (bewegen Sie die Vorfüße hoch und runter über 3 Minuten) oder gehen Sie umher.
  4. Achten Sie darauf pro Stunde 0,5 Liter Wasser zu trinken.
  5. Tragen Sie bequeme Kleidung, lösen Sie Ihren Gürtel.
  6. Vor und während des Fluges sollten Sie auf Alkohol verzichten.

Wenn in Ihrer Familie Thrombosen häufig vorkommen lassen Sie sich bitte vom Phlebologen (Venenspezialisten) untersuchen, um mögliche Erkrankungen des Venensystems oder des Blutsystems (APC-Resistenz, Protein-C- und Protein-S-Mangel, Blutplättchenerkrankungen etc.) auszuschließen, die das Thromboserisiko noch weiter erhöhen können und besondere medizinische Maßnahmen (z.B. Spritzenvorbeugung) bei langen Reisen notwendig machen.

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Dr. Gerecht bei Dr. med. K. Gerecht bei jameda

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