Behandlung von Xanthelasmen in Kempen

Was ist das?

Xanthelasmen sind gelbliche Einlagerung von Fetten (Lipiden) am Oberlid, seltener am Unterlid. Sie können ein Hinweis auf erhöhte Blutfette sein, finden sich aber genauso bei Gesunden.

Untersuchung

Es handelt sich um eine Blickdiagnose, die ggf. Blutfettanalysen durch den Hausarzt anregen sollten.

Behandlung

Die Xanthelasmen selbst müssen nicht entfernt werden, stören aber oft kosmetisch. Weil sie im versicherungsrechtlichen Sinn keinen „Krankheitswert“ haben, werden die Kosten für ihre Behandlung nicht von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten für eine eventuelle Untersuchung der Blutfette dagegen werden von der Krankenkasse getragen.

In der Regel erfolgt zunächst eine örtliche Betäubung (wie beim Zahnarzt). Hierbei kann es gelegentlich zu einem kleinen Bluterguss („blaues Auge‘) kommen, der jedoch von selbst wieder verschwindet.

  • Verätzung: Bei der chemochlrurgischen Behandlung wird die betroffene Stelle durch mit einem Stieltupfer aufgetragene Trichloressigsäure geätzt.
  • Chirurgisch: Es werden die Fetteinlagerungen mit dem Skalpell entfernt, die Wunde mit Fäden geschlossen, die nach einigen Tagen gezogen werden.
  • Elektrochirurgie: Hierbei werden die Einlagerungen mit einer durch Hochfrequenzstrom erhitzten Drahtschlinge abgetragen.
  • Laser: Bei der Behandlung mit dem Laser beseitigt ein Lichtstrahl einer bestimmten Wellenlänge nach Umwandlung in Wärmeenergie die Einlagerungen.

Bei allen aufgeführten Behandlungsmethoden kommt es zu kleinen, kaum sichtbaren Narben.

Für vier bis sechs Wochen sollten Solarien und stärkere Sonnenbestrahlung gemieden werden, um einer Überpigmentierung der behandelten Stellen vorzubeugen.

Im Allgemeinen reicht eine Sitzung aus. Gelegentlich kommt es nach Jahren zu neuen Xanthelasmen, die dann in gleicher Weise behandelt werden können.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Ursachen von Xanthelasmen?

Xanthelasmen sind gelbliche Fettablagerungen unter der Haut, häufig um die Augenlider. Sie entstehen durch eine Ansammlung von Lipiden (Fetten) in der Haut. Oft sind sie mit hohen Cholesterin- oder Triglyceridwerten im Blut verbunden, können aber auch bei Menschen mit normalen Blutfettwerten auftreten. Sie sind häufiger bei älteren Menschen und Personen mit bestimmten genetischen oder metabolischen Störungen.

Können Xanthelasmen von selbst heilen?

Xanthelasmen verschwinden normalerweise nicht von selbst. Sie sind gutartig, aber wenn sie optisch stören, können sie durch verschiedene Verfahren wie Laserbehandlung, chirurgische Entfernung oder chemische Peelings entfernt werden. Eine Senkung der Blutfettwerte durch Diät und Medikamente kann das Fortschreiten verhindern.

Sind Xanthelasmen gefährlich?

Xanthelasmen sind nicht gefährlich und verursachen keine Schmerzen. Sie können jedoch ein Anzeichen für zugrunde liegende gesundheitliche Probleme wie hohe Cholesterinwerte oder Herzerkrankungen sein. Es ist wichtig, diese zugrunde liegenden Bedingungen zu diagnostizieren und zu behandeln, um langfristige gesundheitliche Risiken zu minimieren.

Wird die Entfernung von Xanthelasmen von den Krankenkassen übernommen?

Die gesetzlichen Kassen zahlen die Entfernung von Xanthelasmen in der Regel nicht, da sie nicht gesundheitsgefährdend sind. Eine kosmetische Entfernung kann als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) vorgenommen werden. Die Kosten der Behandlung richten sich dabei nach der Methode der Entfernung, Ausmaß und Lokalisation der zu behandelnden Hautveränderungen.

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